Dr. med. Doris Maier
Programmpunkte
Der Einsatz von sensorgesteuerten oder adaptiven Orthesen bis hin zu High-Tech-Anwendungen kann die Lebensqualität von Patienten mit Querschnittlähmung steigern. Ziel ist die Wiederherstellung der Gehfähigkeit und die Verbesserung der Stabilität. Du bekommst einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der interdisziplinären Versorgung der unteren Extremität sowie die Hightech-Lösungen in der rehabilitativen Medizin, ebenso in die biomechanischen Prinzipien, die dabei unerlässlich sind.<br />
„Es ist gut, Erfolge zu feiern, aber es ist wichtiger, aus Misserfolgen zu lernen“, sagte Bill Gates. In diesem Sinne stellen Experten aus den Bereichen Orthetik, Prothetik und Rollstuhlversorgung fehlgelaufene Versorgungen vor, um sie im Plenum zu analysieren, zu diskutieren und gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten. Denn Fallstricke lauern überall. Vor allem als Berufseinsteiger profitierst du vom Erfahrungsschatz deiner Kollegen ganz nach dem Motto: Aus Fehlern wird man klug.
Interdisziplinäre Versorgung wird dort erfolgreich, wo rechtliche Rahmenbedingungen klar sind, Zuständigkeiten definiert und Kompetenzen sinnvoll gebündelt werden. Du erfährst, wie die Zusammenarbeit juristisch sicher gelingen kann und welche Strukturen nötig sind, um alle Berufsgruppen bestmöglich zu integrieren – für eine vernetzte Versorgung, die Patienten wie Fachkräften echte Mehrwerte bietet.
Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Robotik werden zu Veränderungen führen und neue Möglichkeiten erschließen. Du erhältst Einblicke in verschiedene Projekte und erfährst, wo und wie neue Technologien in der Rehabilitation schon jetzt praktisch angewendet werden. Diesem Fortschritt gegenüber stehen klassische Prozesse, Verfahrensweisen, Gesetze und Vorschriften. Wo liegen also die Grenzen und wie kann ein gemeinsames Entwickeln der neuen Möglichkeiten gelingen?