09.10.2026 OTWorld

Fünf Entwicklungen, die von der OTWorld 2026 bleiben

Die OTWorld 2026 ist vorbei – doch einige Entwicklungen aus Leipzig wirken weiter. Neue Formate haben sich bewährt, Themen an Sichtbarkeit gewonnen und unterschiedliche Bereiche der Hilfsmittelversorgung enger zusammengebracht. Wir blicken auf fünf Entwicklungen, die besonders auffielen – und die auch auf dem Weg Richtung 2028 spannend bleiben.

1. Digitalisierung überzeugt dort, wo sie konkret wird

Mit dem OTWorld.eSummit feierte 2026 ein neues Format Premiere. 758 Besucherinnen und Besucher sowie mehr als 800 Teilnahmen an den einzelnen Programmangeboten zeigten das große Interesse an digitalen Prozessen und Lösungen.

Auch die Sonderschau „Robotik + KI“ und das Innovationsforum „Digitale Fertigung“ machten deutlich: Entscheidend ist nicht Technologie um ihrer selbst willen. Relevant wird sie dort, wo sie Arbeitsprozesse erleichtert, Fachkräfte unterstützt oder neue Möglichkeiten für eine individuelle Versorgung eröffnet.

2. Reha-Technik gewinnt an Sichtbarkeit

67 Aussteller präsentierten 2026 Produkte und Lösungen aus der Reha-Technik. Die gemeinsame Platzierung in Halle 3 sorgte für kurze Wege und eine stärkere Wahrnehmung des Bereichs.

Mit der Sonderschau „Lebenswelten Neurologie, ausgerichtet von RehaVital, wurde gleichzeitig sichtbar, wie Hilfsmittel Menschen über verschiedene Lebensphasen hinweg begleiten können. Damit rückten Mobilität, Selbstständigkeit und Teilhabe noch stärker in den Mittelpunkt.

3. Praxiswissen ist gefragt

Der Weltkongress brachte 2.950 Teilnehmende aus 52 Ländern zusammen. Besonders gefragt waren Angebote, bei denen Wissen unmittelbar anwendbar wurde: 36 Kongressworkshops boten einen intensiven Hands-on-Zugang, insgesamt standen auf der OTWorld mehr als 130 praxisnahe Workshops zur Verfügung.

Auch die Bewertungen sprechen dafür: 90 Prozent der Befragten zeigten sich mit der Themenauswahl zufrieden, 93 Prozent mit der Qualität der Vorträge.

4. Internationaler Austausch findet auf vielen Ebenen statt

Mehr als 300 Referierende aus über 30 Ländern gestalteten rund 400 Beiträge im Weltkongress. Gleichzeitig lenkte „Bridging Global Challenges“ den Blick auf Hilfsmittelversorgung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sowie in Krisenregionen.

Und auch der Nachwuchs war international vernetzt: Die Jugend.Akademie TO brachte Auszubildende und Studierende verschiedener Länder zusammen und verband Fachprogramm, praktische Workshops und persönlichen Austausch.

5. Persönliche Begegnung bleibt unverzichtbar

So digital viele Prozesse inzwischen sind – die OTWorld 2026 hat zugleich gezeigt, welchen Stellenwert persönliche Begegnungen für die Branche haben.

Von der Jubiläumsparty über den Netzwerkabend des eSummit und im FELIX bis zu Standpartys und dem gemeinsamen Abend der Jugend.Akademie entstanden zahlreiche Gelegenheiten, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu vertiefen.

Das vielleicht wichtigste Fazit aus 2026: Fortschritt entsteht nicht allein durch neue Technologien oder neues Wissen. Er entsteht dort, wo Menschen ihre Erfahrungen teilen, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam Lösungen weiterentwickeln.

Genau daran wird die OTWorld auf dem Weg nach 2028 anknüpfen.

Wissen teilen, Fragen diskutieren, Lösungen weiterdenken: Beim OTWorld.eSummit auf der OTWorld 2026 kamen Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen miteinander ins Gespräch. Foto: Leipziger Messe GmbH
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