25.02.2026 OTWorld

Digitalisierung und KI in der Hilfsmittelversorgung

OTWorld 2026 zeigt konkrete Lösungen für Klinik, Werkstatt und Sanitätshaus

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern die Hilfsmittelversorgung spürbar. Sie unterstützen Fachkräfte, eröffnen neue Wege in der Versorgung von Patienten mit Hilfsmitteln wie Orthesen und Prothesen. Der Weltkongress und die internationale Fachmesse der OTWorld 2026 zeigen vom 19. bis 22. Mai 2026 in Leipzig, wie digitale und KI-gestützte Anwendungen heute bereits eingesetzt werden – von der Analyse über die Versorgung bis zur Rehabilitation. Besucher erhalten wissenschaftliche und praxisnahe Einblicke sowie konkrete Ansätze für die Umsetzung in Klinik, Werkstatt und Sanitätshaus.

Im Fokus steht dabei nicht die Technologie an sich, sondern ihr konkreter Nutzen für die Praxis. Der Weltkongress zeigt, wo digitale Lösungen bereits heute eingesetzt werden, welche Chancen sie eröffnen – und wo ihre Grenzen liegen. Fachleute aus Medizin, Rehabilitation, Orthopädietechnik und Wissenschaft diskutieren, wie digitale Anwendungen sinnvoll in bestehende Versorgungsstrukturen integriert werden können.

Digitale Werkzeuge zwischen Unterstützung und Verantwortung

Ein zentrales Symposium widmet sich den Chancen und Risiken von KI, Digitalisierung und Robotik in der Rehabilitation. Vorgestellt werden unter anderem Anwendungen aus der orthopädietechnischen Robotik, KI-gestützte Dokumentations- und Entscheidungsprozesse sowie der Einsatz von Augmented und Virtual Reality in Therapie und Schmerzvisualisierung. Deutlich wird: Digitale Systeme können Fachkräfte entlasten und Prozesse verbessern – ersetzen aber nicht die fachliche Verantwortung und persönliche Betreuung.

Weitere Sessions beleuchten digitale Innovationen im Gesundheitssystem insgesamt. Themen sind digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), KI in der Ganganalyse und Prothesenanpassung sowie Telekonsile für komplexe Versorgungsfälle. Der Kongress macht deutlich, dass digitale Lösungen dann wirksam sind, wenn sie praxisnah entwickelt, kritisch bewertet und interdisziplinär eingesetzt werden.

Von 3D-Druck bis KI-gestützte Versorgungsprozesse

Ein besonderes Augenmerk liegt auf additiven Fertigungsverfahren und digitalen Workflows in der Hilfsmittelversorgung. Freie Einreichungen und Workshops zeigen, wie 3D-Druck in der Prothetik, Orthetik und bei individuellen Schutz- und Therapiesystemen eingesetzt wird – von der Materialauswahl über das Schaftdesign bis zur klinischen Bewertung. Ergänzt wird dies durch praxisnahe Einblicke in digitale Versorgungsprozesse: vom Scannen über CAD-gestützte Modellierung bis zur Fräs- und Drucktechnologie.

Dabei wird deutlich, wie eng Handwerk, digitale Prozesse und KI heute bereits zusammenwirken. Digitale Technologien unterstützen Analyse, Fertigung und Anpassung – die Qualität der Versorgung bleibt jedoch eng an Erfahrung, Fachwissen und den Dialog mit dem Patienten gebunden.

Wissen, Vernetzung und Innovationskraft: Digitalisierung in der Fachmesse

Auch die internationale Fachmesse setzt 2026 einen klaren Schwerpunkt auf Digitalisierung, KI und vernetzte Versorgung. Im Ausstellungsbereich OTWorld.bildung + forschung in Halle 1 wird sichtbar, wie Forschung, technologische Entwicklung und Qualifizierung ineinandergreifen. Hier treffen neueste digitale Anwendungen auf wissenschaftliche Expertise und internationale Bildungsangebote – mit dem Ziel, die Hilfsmittelversorgung datenbasiert, effizient und zukunftssicher weiterzuentwickeln.

Ein zentrales Highlight innerhalb dieses Ausstellungsbereiches ist die Sonderschau „Robotik + KI“. Sie zeigt praxisnah, wie moderne Assistenzsysteme, humanoide Robotik und intelligente Technologien orthopädietechnische Arbeitsprozesse unterstützen, Therapien ergänzen und neue Anwendungsfelder in Versorgung, Training und Alltag erschließen. Interaktive Use Cases, Live-Demonstrationen und Kurzvorträge machen deutlich, welches Potenzial KI-gestützte Systeme bereits heute entfalten – und wie sie verantwortungsvoll in bestehende Versorgungsstrukturen integriert werden können.

Ebenfalls im Ausstellungsbereich OTWorld.bildung + forschung verortet ist der OTWorld.campus als Gemeinschaftsstand. Er ergänzt den Schwerpunkt um die Perspektive der Aus- und Weiterbildung im digitalen Zeitalter. Internationale Bildungsinstitutionen präsentieren Studiengänge und Programme, die Digitalisierung, interdisziplinäre Forschung und moderne Technologien fest im Curriculum verankern. Studierendenprojekte wie eine myoelektrische Eisenbahn oder ein selbstständig fahrender Rollstuhl verdeutlichen, wie digitale Kompetenz, Kreativität und praxisnahe Entwicklung zusammenwirken.

Mit dem Ausstellungsbereich OTWorld.3D in Halle 1 rückt die internationale Fachmesse die digitale Fertigung als zentralen Innovationstreiber der Hilfsmittelversorgung in den Mittelpunkt. Vorgestellt werden neueste Erkenntnisse und Lösungen rund um 3D-Druck und 3D-Scanning, Software und Hardware – darunter modernste Drucker, innovative Materialien sowie individuell gefertigte Hilfsmittel, die mithilfe additiver Verfahren entstehen. Zum Ausstellungsbereich gehört das „Innovationsforum Digitale Fertigung“. Hier präsentieren Aussteller aktuelle digitale Fertigungsverfahren für Prothetik, Orthetik und Einlagenversorgung, stellen KI-gesteuerte Prozesse vor und zeigen, wie sich durch mehr Effizienz und Präzision die Versorgungsrealität nachhaltig verändert.

Frische Impulse liefert zudem der Bereich OTWorld.start-ups in Halle 3. 24 junge Unternehmen aus 11 Ländern zeigen innovative Lösungen aus den Bereichen Digitale Fertigung, Assistenzsysteme, Software und intelligente Materialien. Besonders im Innovationsforum „Digitale Fertigung“ werden bei kompakten Start-up-Pitches zukunftsweisende Technologien vorgestellt, die digitale Workflows und KI-Anwendungen weiter vorantreiben.

Einen zusätzlichen Akzent setzt 2026 der OTWorld.eSummit, der digitale Entwicklungen und strategische Zukunftsthemen gezielt in den Fokus rückt und den internationalen Dialog zur digitalen Transformation weiter stärkt. Weitere Details zum Format und zu den inhaltlichen Schwerpunkten werden in Kürze einer gesonderten Pressemeldung vorgestellt.

Zugang zur OTWorld 2026

Der Ticketshop für die OTWorld 2026 ist geöffnet. Erhältlich sind OTWorld-Komplett-Tickets, die den Zugang zum Weltkongress und zur internationalen Fachmesse beinhalten. Bis zum 31. März gilt hierfür ein Early-Bird-Tarif mit einer Ersparnis von bis zu 80 Euro. Ermäßigte Tagestickets sind zudem für Schüler, Studierende und Auszubildende erhältlich – das OTWorld-Komplett-Ticket kostet 89 Euro, das Messeticket 21 Euro (jeweils gegen Vorlage eines gültigen Nachweises). Für Fachbesucher, die die internationale Fachmesse inklusive aller Workshops im Kongress nutzen wollen, bietet sich das Messe-Gruppenticket ab vier Personen für 29 Euro pro Person an. Separate Zweitagestickets stehen außerdem für Teilnehmer der JugendAkademie Technische Orthopädie (JA.TO) zur Verfügung. Bis zum 31. März gilt ein Early-Bird-Tarif mit einer Ersparnis von 10 Euro.

Weitere Informationen sind online zum Kongressprogramm hier verfügbar. Der Ticketshop ist hier erreichbar.


Bilduntertitel:

Digitale Schuhtechnologie auf der OTWorld: Von der Analyse über das Design bis zur 3D-Fertigung zeigen vernetzte Prozesse, wie moderne Workflows die Versorgung effizient unterstützen. Foto: Niclas Schmidt / Leipziger Messe

Weiterführende Informationen

Über die OTWorld
Über die Leipziger Messe

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Ansprechpartner

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Pressesprecherin
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Portrait Ruth Justen
Stellv. Pressesprecherin - Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik
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