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12. - 15. Mai 2020

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News Übersicht 21.12.17
Osseointegration – heiß diskutiert

Osseointegration – heiß diskutiert

Prothesenversorgung ohne Schaft durch ein in den Knochen integriertes Implantat? Die Meinungen in der Branche gehen teils weit auseinander. Zur OTWorld stellen sich die zwei Pioniere des Verfahrens der Diskussion.

Alles begann mit einem Hasenknochen, als der Schwede Per-Ingvar Branemark hieran vor mehr als 50 Jahren erstmals eine Osseointegration durchführte. Nachdem sich das Verfahren in der humanen Zahnmedizin etablierte, erfolgte durch seinen Sohn, Rickard Branemark, in den 1990er Jahren die erste Versorgung dieser Art bei einem oberschenkelamputierten Patienten. Seitdem hat sich das Verfahren zu einer brauchbaren,, realen Behandlungsoption bei der Rehabilitation von Gliedmaßen entwickelt. Dennoch ist die osseointegrierte Prothese eine umstrittene Versorgungsmöglichkeit. Mediziner sehen beispielsweise ein hohes Infektionsrisiko an der Eintrittsstelle des Implantates und auch Orthopädietechniker (O&P im Englischen) wenden sich der Osseointegration nur bedingt zu.

Pioniere der Osseointegration in Leipzig

Zur OTWorld werden sowohl Rickard Branemark als auch Dr. Horst H. Aschoff als Pioniere dieses Verfahrens vor Ort sein. Im Weltkongress wird sich ein Kurs unter anderem mit der Oberarm-Osseointegration beschäftigen. Weitere Vorträge zum Thema sind beispielsweise die einstufige Rekonstruktion und Rehabilitation mit Osseointegration bei Beinamputation und die Prothesenmobilität bei Amputierten mit Osseointegration im Vergleich zu traditionellen Amputationen und Schäften.

Foto: pixabay_PublicDomainPictures