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12. - 15. Mai 2020

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News Übersicht 11.04.18
Meine OTWorld – innovativ und inspirierend

Meine OTWorld – innovativ und inspirierend

Die Orthopädie-Technikerin Clara Hartung sprach mit uns über ihren beruflichen Alltag und welche Rolle die OTWorld dabei spielt.

Durch einen Freund, der nach einer Fußamputation selbst eine Prothese trägt, war sie das erste Mal bei einem Gipsabdruck live dabei. Nach ein paar Praktika war für Clara Hartung dann klar, dass sie Orthopädie-Technikerin werden möchte. Mit uns sprach sie über ihren beruflichen Alltag und welche Rolle die OTWorld dabei spielt.

Was begeistert dich an deinem Beruf?

Was mir an meinem Job am meisten Spaß macht: Dass ich nicht nur einen Arbeitsschritt mache, sondern den Patienten berate, das Hilfsmittel herstelle, ausliefere. Ich freue mich darauf Gipsabdrücke oder Körperscans von Patienten im Außendienst zu machen, freue mich aber genauso in der Werkstatt zu arbeiten. Allein an einem Arbeitstag habe ich die Möglichkeit total vielfältige Dinge zu machen.

Wie ist die Arbeit mit den Patienten? Hat man da manchmal Berührungsängste?

Ich arbeite sehr gern direkt mit den Patienten zusammen. Zu Beginn meiner Ausbildung hatte ich Bedenken, dass ich Berührungsängste haben würde. Aber das war dann eigentlich gar nicht so. Man ist natürlich nicht nur in die handwerklichen Abläufe involviert, sondern bekommt auch viel Persönliches von den Menschen mit – schließlich brauchen sie ein Hilfsmittel, weil sie eine Erkrankung oder Handicap haben. Man ist eben nicht nur der Handwerker, der etwas für sie herstellt, sondern auch ein Ansprechpartner für die neuen Herausforderungen, die sie bewältigen müssen. Es ist wichtig sich darüber bewusst zu sein und auch darauf einzulassen. Es gibt Patienten, die brauchen sehr viel moralische Unterstützung von uns. Hier ist es wichtig sich Zeit zu nehmen und neben der Hilfsmittelberatung auch auf die individuelle persönliche Situation der Menschen einzugehen.

Wie wichtig ist dir der Austausch mit deinen Kollegen?

Sehr wichtig. Gerade anspruchsvollere Versorgungen planen wir oftmals im Team. Da ich in einem Betrieb arbeite, der direkt an eine Klinik angebunden ist, stehen wir aber auch in einem engen Austausch zu den behandelnden Ärzten, Therapeuten oder Schwestern.

Ein großes Thema ist derzeit die Digitalisierung. Siehst du hier Herausforderungen für deinen Beruf?

Herausforderungen sehe ich dahingehend, dass es immer noch Kollegen gibt, die sich ein bisschen gegen den digitalen Fortschritt stellen. Auf dieser Seite bin ich jedoch gar nicht. Ich bin eher der Meinung, dass es uns hilft. Ich habe keine Bedenken, dass mir mein Arbeitsplatz genommen werden könnte, weil ein Computer zukünftig meine Arbeit unterstützt. Im Gegenteil, er erleichtert sie mir: Ich kann schneller und hygienischer arbeiten, wenn ich beispielsweise an das Scannen von frisch operierten Patienten denke.

Du warst zur letzten OTWorld noch Auszubildende und als Teilnehmerin der Jugend.Akademie TO hier. Wie bist du darauf gekommen nach Leipzig zu fahren und wie war dein Eindruck von der Veranstaltung?

Also drauf gekommen, bin ich durch meinen Chef, der sagte: „Ich melde Sie da an.“ Das fand ich super. Wir durften auch die ganze Woche hin – die Auszubildenden bei uns können das immer. Sehr interessant fand ich, dass wir an Kongressvorträgen teilnehmen konnten, hier habe ich einiges mitgenommen. Es war möglich mitzudiskutieren und auch hinterher mit den Kollegen ins Gespräch zu kommen. Ich war unter anderem in einem Vortrag zur interdisziplinären Zusammenarbeit, wo es um die Verständigung zwischen den Bereichen – also mit Physiotherapeuten, Ärzten oder Krankenkassen – ging. In der Fachmesse habe ich damals einiges gesehen, was ich noch gar nicht kannte. Aber auch mit anderen Auszubildenden zu sprechen, zu schauen wie es bei Ihnen so läuft, wie sie in ihrer Ausbildung zurechtkommen, zu erfahren, was sich bei den Ausbildungsinhalten vielleicht unterscheidet, war super.

Was erwartest du dir von der kommenden OTWorld?

Ich freue mich auf jeden Fall auf die OTWorld, um mir neue Anregungen für meinen beruflichen Alltag zu holen. Man kann vieles ausprobieren, neue Materialien testen oder zuschauen, wie etwas vor- oder hergestellt wird. Es ist natürlich auch toll, wenn ich mir Neuheiten anschaue, die man dann vielleicht mit in den eigenen Betrieb nehmen kann. Ich freue mich aber auch darauf neue Kollegen kennenzulernen. Auf die Messe kommen von überall Orthopädie-Techniker. Es ist schön, wenn man sich einfach mal austauschen kann. Zu schauen, wie arbeiten die Leute in anderen Regionen oder Ländern, wie ist dort der Stand der Dinge oder was gibt es dort eventuell noch gar nicht. Die OTWorld ist für mich ein innovativer, internationaler und inspirierender Treffpunkt. Wer nicht auf seinem aktuellen Stand stehen bleiben möchte, sollte auf jeden Fall hingehen.

Meine OTWorld: Ein ganz persönliche Erlebnis

Unter dem Motto „Meine OTWorld“ kommen echte Repräsentanten ihres Fachs zu Wort. In Anzeigen und Videos bekennen sie sich eindeutig zu ihrem wichtigsten Branchenevent und nennen überzeugende Gründe zur OTWorld in Leipzig dabei zu sein.