Start-ups auf der OTWorld 2022

Die OTWorld ist als Weltleitmesse die wichtigste Branchenplattform, um sich über Neuheiten zu informieren. Besonders viel Innovationsgeist bringen die Start-Ups der Hilfsmittelbranche ein, die sich zentral auf der Start-up-Zone in Halle 3 präsentieren.

15 Start-ups aus 13 Ländern zeigen in diesem Jahr Ihre zukunftsträchtigen Entwicklungen. Wir haben sie interviewt und ihnen drei Fragen gestellt. Lesen Sie die Interveiw-Reihe und verschaffen Sie sich einen Überblick über die Besonderheit ihrer Produkte und Unternehmen, erfahren Sie die Hintergründe zur Gründungsidee und finden Sie heraus, warum Sie sich auf der OTWorld 2022 präsentieren.

Actics Medical

1. Bitte stellt euer Start-up kurz vor, was ist das Besondere an eurem Unternehmen und euren Produkten?

Die Digitalisierung der Fußtherapie:

Actics Medical entwickelt eine dynamische, digitale Gesundheitsplattform, die anpassbare Einlagen mit tiefgreifenden Analysemöglichkeiten kombiniert. Unser Ziel ist es, einen neuen Versorgungsstandard für hunderte Millionen Menschen mit akuten und chronischen Fußerkrankungen sowie Mobilitätsproblemen zu schaffen. Actics optimiert die Wirksamkeit der Behandlung von Fußbeschwerden, die mit Diabetes, orthopädischen Erkrankungen und anderen Problemen einhergehen.

Eine Technologie, die sich an den Menschen anpasst:

Actics Hybrid+ ist die erste selbst anpassbare, intelligente Einlegesohle mit integrierten Biosensoren und klinischen Echtzeit-Überwachungsfunktionen. Actics liefert den Ärzten kontinuierlich klinische Indikatoren, um Risiken zu erkennen, rechtzeitig einzugreifen und die Gesundheit und das Wohlbefinden der Patienten zu verbessern. Dieser dynamische Ansatz lindert das Leiden, reduziert Klinikbesuche und Kosten und – was noch wichtiger ist – er rettet Leben, indem die Risiken von Diabetes-Komplikationen wie DFU und Amputationen verhindert oder minimiert werden können.

Gewerblich:

Mit ACTICS one hat Actics bereits eine vorgefertigte, anpassbare Einlegesohle entwickelt und vermarktet diese mit einer mechanischen Vorrichtung, die ein schnelles, einfaches und erschwingliches Verfahren zur Herstellung individueller Einlagen ermöglicht.

2. Wie kam es zur Gründungsidee?

Gründer und CEO von Actics, Ron Machanian, ist ein lebenslanger Nutzer maßgefertigter Einlagen und möchte mit Hilfe von KI und IoT die Leistungen der Fußtherapie verbessern. „Wir stellen uns eine gesündere Welt vor, in der die Technologie das Wohlbefinden aller Menschen verbessert”, so Machanian.

Seit Jahrzehnten hat sich die Funktionsweise der Einlagenindustrie kaum verändert; und Technologien und aktuelle Produkte gehen nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von Orthesenpatienten ein, die diese Einlagen dringend benötigen. Trotz des technologischen Fortschritts im medizinischen Bereich werden Einlagen häufig noch manuell (und ungenau) gefertigt und angepasst.

Marktstudien und Forschung sowie medizinische Fachkongresse haben dazu geführt, dass sich dieses Paradigma endlich verschiebt und technologische Innovationen mehr und mehr zum Motor für eine Vielzahl von Entwicklungen in Bereichen wie Orthopädie, Diabetes, Komfort / Sport, Stürzen bei Erwachsenen sowie verschiedenen neurologischen Problemen werden. Obwohl Einlagen bei vielen verschiedenen orthopädischen Problemen zum Einsatz kommen, ist der Bedarf an unseren Produkten bei Diabetikern besonders akut, da sie diabetischen Fußulkus lindern, die Amputationsrate erheblich verringern und somit Leben retten können.

3. Actics Medical auf der OTWorld 2022 – Warum seid ihr dabei?

Dies ist eine wichtige Messe für uns, da wir unsere innovativen Produkte zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellen werden. Wir freuen uns, sowohl als Aussteller als auch als Referent am Forum Digitalisierung teilnehmen zu können. Wir möchten unsere Produkte der Öffentlichkeit präsentieren und sind auf der Suche nach Geschäftspartnern und Investoren. Außerdem möchten wir an dem Fachwissen anderer Unternehmen teilhaben, die ihre Produkte hier vorstellen, und Feedback und Reaktionen auf unsere Produkte erhalten.

Sie finden das Start-up Actics Medical in der Start-up-Zone D30/E29.

Anatomic Studios Sweden AB

1. Bitte stellt euer Start-up kurz vor, was ist das Besondere an eurem Unternehmen und euren Produkten?

Wir sind ein schwedisches Designstudio, das sich für mehr Auswahl und individuelle Ausdrucksmöglichkeiten für Prothesenträger einsetzt. Unser kleines Team verfügt über eine einzigartige Mischung aus Erfahrung und Fachwissen in den Bereichen Design, Mode, 3D-Technik und Prothetik. Mit Hilfe von 3D-Druck erstellen wir modische Prothesen-Zubehörteile, die auf den persönlichen Stil, die Anatomie und die vorhandene Prothese des Benutzers abgestimmt sind. Wir haben eine eigene Kollektion mit verschiedenen Stilkategorien, bieten aber auch Sonderanfertigungen an.

Unsere Lösungen sind außerdem benutzerfreundlich, was das Anbringen, Entfernen, Anpassen und Wechseln der Bezüge betrifft. Dies wird sowohl von den Benutzern als auch von den mit uns zusammenarbeitenden Orthopädie-Technikern sehr geschätzt.

2. Wie kam es zur Gründungsidee?

Die allererste kosmetische Lösung wurde auf Anfrage von Patienten entwickelt, die sich neue Optionen und mehr Einfluss auf das individuelle Design ihrer Prothese gewünscht haben. Die Lösung führte zu einer deutlich erhöhten Nutzung der Prothese und wirkte sich nachweislich positiv auf das Körperbild und das Selbstwertgefühl der Benutzer aus. Auch andere Prothesenträger, die mehr über diese neue kosmetische Option wissen wollten, wurden bald auf uns aufmerksam. Da wurde uns erst der Mehrwert bewusst, den wir für die Branche und die vielen Benutzer und Prothetiker erbringen können. Somit war die Idee und die Vision von Anatomic Studios geboren.

3. Anatomic Studios auf der OTWorld 2022 – Warum seid ihr dabei?

Unsere Arbeit mit individuell gestalteten Prothesen wird in Skandinavien sehr gut aufgenommen und geschätzt. Dort befindet sich auch die Mehrzahl unserer Kundschaft. Wir erhalten jedoch häufig Anfragen aus der ganzen Welt, und die Teilnahme an der OTWorld bietet uns eine fantastische Gelegenheit, potenzielle Kunden und Partner außerhalb Skandinaviens auch einmal persönlich kennenzulernen. Wir freuen uns darauf, über das Körperbild im Allgemeinen, Mode und das Neueste im Bereich 3D-Druck und Digitalisierung zu sprechen, uns von den anderen Besuchern und Ausstellern inspirieren zu lassen, aber auch viele weitere Gespräche und Kooperationen mit Menschen anzuregen, die unsere Vision teilen. Wir freuen uns auf eine tolle Zeit in Leipzig!

Sie finden das Start-up Anatomic Studio s in der Start-up-Zone D26/E25.

CoMoveIT

1. Bitte stellt euer Start-up kurz vor, was ist das Besondere an eurem Unternehmen und euren Produkten?

CoMoveIT wurde 2021 im schönen Brügge, in Belgien, als Spin-off-Unternehmen der Universität Leuven gegründet. Unser erstes Produkt, CoMoveIT Smart, wurde auf Grundlage jahrelanger Forschung und wissenschaftlicher Publikationen entwickelt und ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen den Instituten für Rehabilitations- und Bewegungswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen und Biosysteme.

Was wir anbieten ist ein intelligentes Kopf-Fuß-Lenkungssystem für Elektrorollstühle für Menschen mit komplexen Bewegungsstörungen, allen voran für Menschen mit Cerebralparese (CP).

Wir freuen uns, eine völlig neue Methode zur Kombination von Künstlicher Intelligenz (KI) und Kopf-Fuß-Steuerung für Elektrorollstühle vorstellen zu können, mit der wir endlich ein System anbieten können, das sich dem Nutzer anpasst und nicht umgekehrt. Da unser CoMoveIT Smart so intuitiv ist und während seiner Bedienung nicht viel Konzentration erfordert, sind wir in der Lage, unseren Nutzern eine Art therapeutisches Fahren zu ermöglichen. Durch eine symmetrische Sitzhaltung werden einerseits Fehlstellungen des Bewegungsapparates und Schmerzen verringert und andererseits die Voraussetzungen für Teilhabe und unabhängige Mobilität geschaffen.

Darüber hinaus bieten wir über unsere CoMoveIT-Akademie einen umfassenden Kurs für medizinisches Fachpersonal an, um eine ordnungsgemäße Schulung und Verwendung des CoMoveIT Smart-Systems zu gewährleisten. Da Prof. Dr. Monbaliu, einer unserer Gründer, ein absoluter Experte auf dem Gebiet der CP-Behandlung ist, können wir den behandelnden Ärzten ein umfassendes therapeutisches Wissen über unser System an die Hand geben.

Aber das ist noch nicht alles: Wir bieten auch eine ausführliche technische und medizinische Schulung für Techniker und CPOs an, die unser System in ihren Kliniken einsetzen.

2. Wie kam es zur Gründungsidee?

Prof. Dr. Elegast Monbaliu arbeitet seit über 20 Jahren mit Menschen mit komplexen Bewegungsstörungen. In dieser Zeit stellte er fest, dass es für die Menschen, die er behandelte, nicht viele Optionen für eine unabhängige Mobilität gab. Sie mussten in ihrem manuellen Rollstuhl oder Buggy geschoben werden, wenn sie irgendwohin wollten.

Sie können also nicht selbst entscheiden, wohin sie sich bewegen, und sind weiterhin auch völlig abhängig von anderen, wenn es um ihre eigene Fortbewegung geht. So bleiben für die Betroffenen die Tore zu vielen Veranstaltungen geschlossen, was natürlich zu Frustrationen führen kann. Sie verspüren nicht nur eine Art von "Eingesperrtsein" in ihrem eigenen Körper, sondern sie können auch nicht hingehen, wohin sie wollen.

Diese Frustration veranlasste Prof. Monbaliu dazu, zusammen mit einigen Kollegen und dem Mitbegründer Sotirios Gakopoulos (PhD) an einem wissenschaftlichen Projekt namens Move It zu arbeiten. Im Rahmen klinischer und technischer Forschungen, die sich auf Sensoren und Mobilitätslösungen für Menschen mit CP und komplexen Bewegungsstörungen konzentrierten, entdeckten sie, dass sie eine Lösung anbieten konnten, die einen therapeutischen Mehrwert und unabhängige Bewegungsmöglichkeiten für Menschen ermöglichte, für die die Tür zur Mobilität bis dahin verschlossen gewesen war.

Außerdem wollten wir das wissenschaftliche Know-how würdigen. An Universitäten wird von vielen herausragenden Menschen eine enorme Menge an Wissen und Forschungsergebnissen generiert. Aber wenn dieses Wissen nicht praktisch angewandt wird, gibt es für die Gesellschaft keinen erkennbaren Nutzen.

Nun da die Forschungen abgeschlossen und das Wissen vorhanden war, ging es für uns jetzt nur noch darum, den Betroffenen diese Expertise in Form einer einfach zu nutzenden Lösung zur Verfügung zu stellen. Das war nur möglich, indem wir ein Unternehmen gründeten und CoMoveIT Smart auf den Markt brachten.

3. CoMoveIT auf der OTWorld 2022 – Warum seid ihr dabei?

Da der Schwerpunkt der diesjährigen OTWorld auf CP liegt, konnten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, unser Produkt und unser Unternehmen Menschen aus der ganzen Welt vorzustellen. Dies gilt insbesondere angesichts der hohen Besucherzahlen von Fachleuten, die an Mobilitäts- und Orthesenlösungen für Menschen mit CP und anderen komplexen Bewegungsstörungen arbeiten.

Es ist fantastisch, dass die OTWorld einen erstklassigen Rahmen für Start-up-Unternehmen bietet, um die Fortschritte im Bereich der technischen Orthopädie und Mobilität zu präsentieren. Da die OTWorld eine der größten Orthopädie-Messen der Welt ist, auf der der breiten Öffentlichkeit bahnbrechende Lösungen vorgestellt werden, war eine Teilnahme für uns mehr als naheliegend.

Das Start-up CoMoveIT finden Sie in der Start-up-Zone D26/E25.

Leopoly

1. Bitte stellt euer Start-up kurz vor, was ist das Besondere an eurem Unternehmen und euren Produkten?

Leopoly, www.leopoly.com

3D- und VR/AR-Designsoftwarelösungen für kundenspezifische medizinische Geräte.

Leopoly revolutioniert das 3D- und VR-Design mit komplett individualisierbaren, branchenführenden digitalen Landschaften, die sich problemlos für eine Vielzahl von Projekten anwenden lassen. Mit unserem ausgeklügelten, intuitiven Tool können sowohl Business-Profis als auch Designanfänger neue Wege im 3D-Design einschlagen.

Mit unserer einzigartigen und einfach zu bedienenden CAD-Softwarelösung können Unternehmen mithilfe einer umfassenden Software den additiven Herstellungsprozess digitalisieren, vereinfachen und automatisieren. Unsere Software ist auf Ihre Bedürfnisse bei der Produktion von Wearables, Implantaten und anderen Gesundheitsartikeln, die in hohen Stückzahlen hergestellt werden, zugeschnitten und kann 3D-Scans und 3D-Druck nutzen.

Wir sind ein einzigartiges und begeistertes Team von 25 Mitarbeitern mit insgesamt 148 Jahren Erfahrung in der 3D- und AR/VR-Industrie in den Bereichen Design, UI/UX und Produktplanung. Wir sind mit Büros in San Mateo (Kalifornien) und Budapest (Ungarn) vertreten.

2. Wie kam es zur Gründungsidee?

Leopoly ist ein softwareorientiertes Unternehmen, das als Spin-Off eines Hardwareunternehmens gegründet wurde, um CAD allen Unternehmen und Einzelpersonen zugänglich zu machen, die die Vorteile der additiven Herstellung und der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft – insbesondere der Gesundheitswirtschaft – nutzen möchten.

3. Leopoly auf der OTWorld 2022 – Warum seid ihr dabei?

Wir möchten unsere neueste CAD-Lösung für die Orthesenindustrie vorstellen,

die unter anderem von HP Arize eingesetzt wird, und sind auf der Suche nach neuen Industriepartnerschaften.

Leopoly ermöglicht Ihrem Unternehmen die Digitalisierung, Vereinfachung und Automatisierung des Entwicklungs- und Herstellungsprozesses von maßgefertigten Einlagen und Fußgelenkorthesen. Unsere Lösung ist in der Lage, Fußscans zu verarbeiten und kundenspezifische Produktdesigns für den 3D-Druck oder andere Fertigungstechniken aufzubereiten.

Das Start-up Leopoly finden Sie in der Start-up-Zone D26/E25.

Macu4

1. Bitte stellt euer Start-up kurz vor, was ist das Besondere an eurem Unternehmen und euren Produkten?

Macu4 steht für einen neuen prothetischen Ansatz inklusive eines Prothesendesigns. Der Ansatz basiert auf 5 Säulen: Geschäftsmodell, Fernvermessung, Design-Automatisierung, 3D-Druck und Kosten.

Bei dem Geschäftsmodell handelt es sich um die Möglichkeit, dass ein Orthopädie-Techniker das Schaftdesign als Design-Datei oder als 3D gedruckte Komponente kaufen kann. Ebenso kann aber auch eine Privatperson mit Privatrezept das Produkt direkt von macu4 beziehen.

Das Schaftdesign existiert als parametrisches Modell und die Personalisierung vom Design erfolgt basierend auf Parameterwerten. Die Erfassung der Werte ist bei macu4 so simpel gehalten, dass eine Fernvermessung vom Anwenderarm ohne Spezialausrüstung möglich ist. Die Design-Automatisierung führt zu sekundenschneller Personalisierung des Schaftdesigns und spart somit Zeit und in Kombination mit dem 3D-Druck Geld.

Bei dem Design handelt es sich um ein modulares passives funktionales Unterarmprothesen-System, das aus einem personalisierten Schaft und verschiedenen Aktivitätsmodulen besteht, die mit Hilfe von einem Kupplungsring einfach in der gewünschten Position ausgerichtet werden können. Die Hauptmerkmale sind das leichte Gewicht (max. 300g für das komplette System), die Möglichkeit den perforierten Schaft auf der Haut zu tragen oder mit einem Stoffsocken, der das gesamte System vor Nässe schützt und die Kompatibilität der Module mit einem anderen Schaft.

2. Wie kam es zur Gründungsidee?

Die Gründungsidee basiert auf Erkenntnissen von Gesprächen mit betroffenen Personen und Aussagen aus der Literatur, wann betroffene Personen keine oder nur selten eine Prothese verwenden. Gründe hierfür sind häufig die hohen Kosten, der variierende Komfort und fehlende Funktionalitäten für bestimmte bi-manuelle Aktivitäten. Die Idee von macu4 ist es nicht nur die aktuellen Schwachstellen von bereits vorhandenen Produktlösungen zu überwinden, sondern auch diejenigen Schwachstellen, welche jenseits eines Produktdesigns liegen.

3. Macu4 auf der OTWorld 2022 – Warum seid ihr dabei?

Macu4 hat seine Technologie fertigentwickelt und beginnt etwa zeitgleich mit der OTWorld 2022 den Pre-Market Launch. Somit ist die Internationale Fachmesse eine hervorragende Plattform, um mit Orthopädie-Technikern in Kontakt zu treten und das Produkt vorzustellen.

Das Start-up Macu4 finden Sie in der Start-up-Zone D30/E29.

MotionTech

1. Bitte stellt euer Start-up kurz vor, was ist das Besondere an eurem Unternehmen und euren Produkten?

MotionTech produziert und vertreibt Your® Liner, den ersten 3D-gedruckten Prothesen-Liner aus Silikon. Your® Liner ist die nächste Generation maßgefertigter Liner. Your® Liner basiert auf unserer patentierten 3D-Silikondrucktechnologie und bietet CPOs jede denkbare Möglichkeit:

Mittels 3D-Scan: Passgenauigkeit unabhängig von der Form der Gliedmaßen

Silikontyp: 3 Silikontypen für alle Aktivitätsstufen

Kundenspezifische Dickenprofile: schützt empfindliche Bereiche, kompensiert Invaginationen und birnenförmige Stümpfe

Aufhängung: Anpassung und Kombination unserer Aufhängungsoptionen, um individuellen Patientenbedürfnissen gerecht zu werden

Ästhetik: Unendliche Möglichkeiten, die Ästhetik des Liners und der Prothese individuell zu gestalten

2. Wie kam es zur Gründungsidee?

Wir wollten, dass mehr Menschen von Hightech-Entwicklungen profitieren können. Zu diesem Zweck haben wir uns mit Schweizer Ingenieurshochschulen zusammengetan, um eine neuartige Silikondrucktechnologie für O&P-Anwendungen zu entwickeln.

Im Zuge der Entwicklung haben wir mit führenden O&P-Zentren zusammengearbeitet, um die besten Anwendungen für diese Technologie zu ermitteln. Immer wieder wurde das ungenutzte Potenzial der Digitalisierung bei der Herstellung von maßgefertigten Linern angesprochen.

Wir beschlossen, uns zu 100 % auf diese Anwendung zu konzentrieren, um ein hochwertiges Produkt zu entwickeln, das das Potenzial hat, die Art und Weise zu verändern, wie CPOs an komplexe Prothesen herangehen. Unsere neuartige Technologie, die 2020 auf dem EU-Markt eingeführt wurde, hat sich durch die schnelle Akzeptanz in ganz Europa bewährt.

3. MotionTech auf der OTWorld 2022 - Warum seid ihr dabei?

Unser neuartiger Ansatz für maßgeschneiderte Liner hat seit seiner Einführung für viel Aufsehen gesorgt. Die Möglichkeiten, die unsere Technologie bietet, öffnen viele Türen, sie können jedoch auch überwältigend oder gar kontraproduktiv sein, wenn sie nicht ordnungsgemäß genutzt werden.

In den ersten Phasen der Einführung einer neuen Technologie gibt es viele unerforschte Bereiche. Seit der Einführung haben mehrere CPOs das Potenzial unserer Technologie erkannt und nutzen sie effizient und produktiv.

Die OTWorld 2022 ist die perfekte Gelegenheit für uns, die unsere Produkte zu präsentieren und unsere Erkenntnisse darüber vorzustellen, wie man sich unsere Technologie bestmöglich zu Nutze machen kann.

Mit einer voll funktionsfähigen Druckerei und einem Produktionszentrum sind wir nun in der Lage, Your® Liner weltweit anzubieten. Die OTWorld ist daher die ideale Bühne, um unsere Lösung international bekannt zu machen.

Sie finden das Start-up MotionTech in der Start-up-Zone D30/E29.

Radii Devices

1. Bitte stellt euer Start-up kurz vor, was ist das Besondere an eurem Unternehmen und euren Produkten?

Radii Devices versorgt Orthopädie-Techniker mit leistungsstarker datengesteuerter Design-Software, um eine bessere Versorgung der Patienten zu gewährleisten und ihnen die beste Behandlungsqualität zu bieten.

Wir haben das Unternehmen 2020 mit dem Ziel gegründet, unsere Forschungsergebnisse der Universität Southampton am Point-Of-Care verfügbar zu machen, um den Anpassungsprozess von Prothesen für Orthopädie-Techniker und ihre Patienten zu verbessern.

Wir präsentieren hier den Radii Starter, der unseren ersten Schritt in Richtung evidenzbasiertes Design darstellt. Unsere Software ermöglicht Klinikern, die Anpassungen zu analysieren, die sie bei jedem ihrer Patienten vornehmen und bietet ihnen zudem benutzerfreundliche, leistungsstarke Design-Tools zur Erstellung neuer Hilfsmittel. Außerdem stellen wir ein paar neue Technologien vor, die wir den Kliniken in Zukunft verfügbar machen möchten, wie zum Beispiel KI und Simulation. Diese Technologien sollen die klinische Entscheidungsfindung erleichtern.

2. Wie kam es zur Gründungsidee?

Bei Radii sind wir der Überzeugung, dass Orthopädie-Techniker Zugang zur neuesten Technologie haben sollten, um den Anpassungsprozess zu optimieren. Wir sind seit 2015 in der Branche tätig und waren auch bei der OTWorld 2018 als Forscher der Universität Southampton mit der ersten technischen Demo unserer Software dabei. Wir wurden immer wieder von jedem, mit dem wir in der Branche sprachen, gefragt, ob sie die von uns entwickelte Technologie nutzen könnten, damit ihre Patienten die bestmögliche Behandlungsqualität erhalten. Also haben wir Radii gegründet, um genau das zu ermöglichen!

3. Radii Devices auf der OTWorld 2022 – Warum seid ihr dabei?

Wir sind hier, um die Menschen zum ersten Mal seit der Gründung des Unternehmens persönlich vor Ort zu treffen. Wir suchen das Gespräch mit Orthopädie-Technikern, Technikern und Ingenieuren – einfach mit allen, die sich dafür interessieren, wie Daten und Technologie den Anpassungsprozess optimieren können. In der Start-up-Zone können Sie unsere Software gern einmal selbst ausprobieren!

Das Start-up Radii Devices finden Sie in der Start-up-Zone D30/E29.

sendance

1. Bitte stellt euer Start-up kurz vor, was ist das Besondere an eurem Unternehmen und euren Produkten?

sendance hat eine komplett neuartige Technologie entwickelt basierend auf langjähriger Spitzenforschung im Gebiet der weichen und dehnbaren Elektronik. Unser sendance-grid ermöglicht es erstmals, Drucksensoren nahtlos und dauerhaft in die frei geformte Oberfläche von individuell angepassten orthopädischen Hilfsmitteln einzubetten. Die erste Produktkategorie, die wir damit ausstatten, sind orthopädische Einlegesohlen, die wir auch erstmals auf der OTWorld vorstellen werden. Bald wird auch eine Integration von Drucksensoren in individuell angepasste Prothesenschäfte, Sitzschalen und vielerlei Orthesen möglich sein.

2. Wie kam es zur Gründungsidee?

Die Firma Wako3d, mit denen wir auch heute noch eng im Bereich von Digitalisierungslösungen zusammenarbeiten, hat im Sommer 2020 das LIT Soft Materials Lab an der JKU Linz besucht, an dem die Gründer von sendance damals Wissenschaftler waren. Bei den Gesprächen hat sich schnell herausgestellt, dass die Orthopädietechnik eine perfekte Anwendung für die von uns erforschten Technologien darstellt. Dies hat dann im Endeffekt zur Unternehmensgründung im Frühjahr 2021 geführt.

3. sendance auf der OTWorld 2022 – Warum seid ihr dabei?

Die OTWorld als weltweite Leitmesse in der modernen Hilfsmittelversorgung ist die perfekte Plattform, um erstmals unsere neuartige Lösung zur Integration von Drucksensoren in orthopädische Heilbehelfe zu präsentieren. Hier können wir neue Kontakte knüpfen und bestehende vertiefen.

Das Start-up sendance finden Sie in der Start-up-Zone D26/E25.

Spraino

1. Bitte stellt euer Start-up kurz vor, was ist das Besondere an eurem Unternehmen und euren Produkten?

Spraino hat sich auf Technologie spezialisiert, die das Schuhwerk sicherer macht und den Alltag mit Handicap erleichtert.

Die Reibung an der Außenkante von Schuhsohlen ist hoch und kann somit zu Verletzungen durch Stürze oder zu Knöchelverstauchungen führen. Bei bestimmten Erkrankungen kann die Reibung der Schuhsohle sogar eine bestehende Gehbehinderung verschlimmern. Unsere Technologie ermöglicht es, diese Reibung und damit die beim Gehen entstehenden Kräfte zu kontrollieren. Indem wir die Biomechanik verändern, können wir auch die Behandlungsergebnisse verbessern.

Spraino ist forschungsorientiert und die klinische Wirksamkeit unserer Technologie ist in einer großen RCT-Studie dokumentiert, die im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht wurde. Als Unternehmen arbeiten wir daran, Sportlern und Menschen mit Handicap gleichermaßen zu helfen. Egal, ob es sich um die Minimierung von Verletzungsrisiken, die Erleichterung des Alltages von Menschen mit Handicaps oder Leistungssteigerung handelt.

Unsere Produkte helfen Patienten, Gehbehinderungen zu mindern und das Verletzungsrisiko zu senken.

Hat ein Schuh während der Schwungphase an irgendeiner Stelle Oberflächenkontakt, verspürt der Träger beim Gehen einen Widerstand und läuft zusätzlich Gefahr, zu stolpern oder umzuknicken. Schuhe, die mit der von Spraino entwickelten Lösung ausgestattet sind, gleiten leichter über die Oberfläche, sodass für Patienten sowohl die Belastung beim Gehen verringert als auch Stolpern, Stürze und Umknicken vermieden werden. Spraino erleichtert Patienten jeden einzelnen Schritt.

Wer von unserer Technologie profitiert:

• Fallfußpatienten bei Erkrankungen wie Schlaganfall und Sklerose

• Patienten, die an Parkinson oder Langzeit-Diabetes leiden und oft schwere Gehbehinderungen haben

• Patienten mit chronischer Instabilität des Sprunggelenks

Wir helfen den Patienten, ein selbständiges und sicheres Alltagsleben außerhalb von Rehabilitation und Krankenhaus zu führen. Darüber hinaus helfen wir Physiotherapeuten und Ärzten, ihre Patienten schneller wieder zu mobilisieren, sie zu motivieren und ihnen eine zügige Rückkehr ins normale Leben zu ermöglichen.

2. Wie kam es zur Gründungsidee?

Thor Grønlykke, Gründer von Spraino, hatte als Medizinstudent, der an der Universität Basketball spielte, häufig mit Knöchelverstauchungen zu kämpfen. Mit jeder Verletzung gingen auch lang anhaltende Schmerzen, wochenlange Genesungszeiten und eine immer größer werdende Angst einher, sich erneut zu verletzen.

Grønlykke wusste, dass die wissenschaftliche Literatur auf Böden mit hoher Reibung als Hauptproblem verwies, und analysierte, an welcher Stelle der Schuhsohle die Reibung besonders problematisch ist. Das Ergebnis seiner Analyse deutete auf den Rand der Schuhsohle hin, sodass Grønlykke auf den äußeren Rand der Sohle zunächst ein Klebeband mit geringer Reibung aufbrachte. Dadurch konnte sein Fuß der Reibungskraft entgegenwirken, wenn sein Knöchel während des Spiels umzuknicken drohte. Bis heute hat Grønlykke keine weitere Knöchelverletzung erlitten.

Später begann er, sich intensiver mit der Biomechanik des Bewegungsapparats zu befassen und erkannte das enorme ungenutzte Potenzial – ein neues Paradigma: die kontrollierte Kraftübertragung zwischen Schuh und Oberfläche.

Dies führte zur Gründung von Spraino und zur Entwicklung eines tribologischen Klebebands für den Hallensport. Daraufhin haben wir festgestellt, dass das Potenzial der Technologie von Spraino viel größer ist und Anwendungen im gesamten Gesundheitsbereich denkbar sind. Die Linderung von Beschwerden wie z. B. Fallfuß oder die Gewährleistung der Mobilität und Sicherheit im Alter könnten das Potenzial von Spraino auf dem Sportmarkt sogar noch übertreffen.

3. Spraino auf der OTWorld 2022 – Warum seid ihr dabei?

Unser Ziel ist es, unser Netzwerk zu erweitern und den Umsatz in Deutschland und im restlichen Europa zu steigern.

Das Start-up Spraino finden Sie in der Start-up-Zone D26/E25.

Vogel Orthopädie Technik

1. Bitte stellt euer Start-up kurz vor, was ist das Besondere an eurem Unternehmen und euren Produkten?

Vogel Orthopädie Technik ist ein innovatives Unternehmen, bei dem sich alles um die Bedürfnisse der Kunden dreht. Mit Kompetenz, Zuverlässigkeit und langjähriger Erfahrung entwickeln wir Produkte, die den Alltag von Prothesenträgern erheblich erleichtern. Wir möchten Menschen mit Behinderungen ein Leben ermöglichen, das sie Nichtbehinderten gleichstellt.

2. Wie kam es zur Gründungsidee?

Das VPS-System ist ein innovativer Prothesenschaft, der Menschen mit einer Oberschenkelamputation ein Maximum an Komfort und Beweglichkeit bietet (VPS = Vacuum-Pressure-Socket). Es nutzt die am Stumpf verbliebene Muskulatur so effektiv, dass Anwender den Schaft praktisch nicht mehr spüren. Schmerzende Druckstellen gehören der Vergangenheit an und auch der empfindliche Hygienebereich bleibt frei. Alle alltäglichen Bewegungen sind ohne Einschränkungen machbar - sogar Fahrradfahren ist problemlos möglich. Das VPS-System ist patentiert und für alle Mobilitätsklassen geeignet.

Da so ein Produkt auf dem Markt noch nicht existierte, war nach erfolgreicher Patentanmeldung klar, Vogel Orthopädie Technik muss gegründet werden.

3. Vogel Orthopädie Technik auf der OTWorld 2022 – Warum seid ihr dabei?

Die Weltleitmesse in Sachen Orthopädietechnik ist für uns ein guter Indikator wie unser Produkt von Technikern und Anwendern angenommen wird, da beide gleichermaßen auf der OTWorld vertreten sind.

Das Start-up Vogel Orthopädie Technik finden Sie in der Start-up-Zone D30/E29.