Congress Lecture

Special surgical techniques in reconstructive and amputation surgery

Short description

Die Amputation einer Extremität ist eine der ältesten chirurgischen Techniken. Initial stand vor allem die Geschwindigkeit im Vordergrund, da weder Anästhesie noch Asepsis verfügbar waren. Während sich die Medizintechnik und Prothetik in den letzten Jahrzehnten in rasantem Tempo weiterentwickelt haben, hat sich die Amputationschirurgie jedoch nur wenig gewandelt. Gemäß dem Kredo, dass eine Amputation nicht das Ende der Behandlung, sondern deren Anfang ist, sollte heutzutage nicht der ablative Aspekt im Vordergrund stehen, sondern das Erreichen eines optimalen Residuums. Dies beinhaltet primär die Prophylaxe von Stumpf- und Phantomschmerz, denn nur ein schmerzfreier Stumpf kann optimal versorgt werden. Das kann durch spezielle Versorgung der Nerven wie Targeted Muscle Reinnervation (TMR) oder Regenerative Peripheral Nerve Interfaces (RPNI) geschehen. Diese Techniken können auch genutzt werden, um eine intuitivere Prothesensteuerung zu ermöglichen, in dem myoelektrische Signale multipliziert und physiologischen

Speaker:

Prof. Dr. Jonas Kolbenschlag
BG Klinik Tübingen